X. September 2026
Light:Guard » Aktuell » Fallstudie: BNK reduziert Blinken um 98% im Windpark Sønder Bork in Dänemark
Fallstudie
Der Windpark Sønder Bork Lüdersdorf liegt in der Gemeinde Wriezen in Brandenburg, etwa 50 km nordöstlich von Berlin. Er besteht aus drei Vestas-Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt 11,6 MW. In unmittelbarer Nähe befinden sich drei Flugplätze.
Aufgrund der gesetzlichen Verpflichtung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wurde das light:guard-System zur Bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung (BNK) installiert. Das BNK-System nutzt Transpondersignale und Multilateration, um die Position von Flugobjekten zu erkennen. Erst wenn sich ein Flugzeug in der Nähe befindet, wird die Beleuchtung des Windparks aktiviert. So wird die nächtliche Lichtverschmutzung reduziert, während gleichzeitig die Sicherheit für den Luftverkehr gewährleistet bleibt.
Für die Analyse der Ein- und Ausschaltzeiten der Lichter im Windpark Lüdersdorf wurden sechs Monate von September 2024 bis Februar 2025 betrachtet. Die durchschnittliche Licht-aus-Zeit lag bei 92,61% und das trotz hoher Flugaktivität in der Umgebung durch die angrenzenden Flugplätze. Der Anteil der Licht-an-Zeit und der Fehler war minimal, was für die hohe Qualität des Systems spricht.
Der Windpark Sønder Bork liegt im Ortsteil Sønder Bork der Gemeinde Hemmet in der Region Midtjylland (Dänemark), rund 100 km nördlich der deutschen Grenze in der Nähe der Nordseeküste. Er besteht aus fünf Vestas-V162-Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 30 MW (je 6 MW pro Anlage). Der Standort befindet sich in ländlicher Umgebung, weitab von größeren Ortschaften.
Aktuell gibt es in Dänemark noch keine Gesetzgebung, die Bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung an Windenergieanlagen erlaubt. Ein entsprechendes Gesetz ist in Arbeit, wurde aber bisher mehrmals verschoben. Sønder Bork ist daher das erste BNK-Pilotprojekt in Dänemark. Mit diesem sollte gezeigt werden, wie BNK nach aktueller Gesetzgebung in Dänemark aussehen könnte. Dafür wurde das Pilotprojekt als Reporting-Projekt mit den dänischen Behörden und dem Betreiber geplant.
Die gesetzlichen Anforderungen für BNK in Dänemark sind schon weitestgehend bekannt. Beispielsweise verlangen die dänischen Vorschriften die Detektion von Flugobjekten ab 300 Fuß (ca. 91 m) über Grund. Dadurch konnten die Rahmenbedingungen klar definiert werden, um das BNK-System im Windpark realistisch zu simulieren.
Während Light:Guard-Receiver (LGR) in deutschen Windparks typischerweise in 80 bis 175 m Höhe über Grund verbaut werden, ließ der Standort Sønder Bork nur eine Installation auf Grundniveau zu – mit Antennen auf lediglich ca. 4–5 m Höhe. Damit handelt es sich nach aktuellem Kenntnisstand um die weltweit niedrigste Receiver-Installation für BNK.
Zur Detektion von Flugobjekten im Umkreis des Windparks Sønder Bork wurde ein Light:Guard Receiver verbaut. Hardware-Spezialist Heiko Nöldeke war im März 2026 vor Ort, um den Receiver zu installieren. Gemeinsam mit dem dänischen Projektpartner wurden der Receiver auf Grundniveau und die Antennen außen an der Übergabestation befestigt.
Da die Befeuerung der fünf Anlagen aufgrund der fehlenden Gesetzgebung noch nicht durch das light:guard-System unterdrückt werden darf, wurde die Bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung simuliert. Dafür kam eine virtuelle Light Control Unit (LCU) zum Einsatz, die eigens für dieses Projekt entwickelt wurde. Normalerweise steuert die LCU die Befeuerung im Windpark – in diesem Fall war sie nur für das Reporting zuständig.
Für die Analyse der Ein- und Ausschaltzeiten der Lichter wurden sechs Monate von März 2026 bis Juli 2026 betrachtet.
Seit dem 9. März 2026 liefert das System zuverlässige Berichte. Über einen Zeitraum von sechs Monaten zeigten sich hervorragende Ergebnisse:
Der Anteil der Licht-an-Zeit und der aufgetretenen Fehler war minimal – ein Beleg für die hohe Qualität des light:guard-Systems auch unter den besonderen Bedingungen einer niedrigen Bodeninstallation in einem neuen regulatorischen Umfeld.
Zufrieden mit den Ergebnissen

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Claus Sommer, Sdr. Bork Vind K/S
„Der Windpark Lüdersdorf war eines unserer ersten BNK-Projekte. re:cap und wir haben dabei viel Pionierarbeit bei einer neuen Technologie geleistet. Schön, dass wir das Vertrauen mit guten Ergebnissen zurückzahlen können.“
Jon Galdeano, Projektmanager bei Light:Guard


„Mit der Bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung erfüllen wir nicht nur unsere gesetzliche Pflicht, sondern können auch ein guter Nachbar für die lokale Bevölkerung sein. Mit Light:Guard haben wir uns dabei für den richtigen Partner entschieden. Dank ihres Systems sind die Nächte in Lüdersdorf dunkel.”
Daniela Beyer, re:cap global investors ag
Das light:guard-System zur Bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung ist baumustergeprüft und erfüllt alle Vorgaben der AVV. Wir bieten Ihnen das Komplettpaket: von der Installation bis zur Einholung der Genehmigung.
Die Schritte zum dunklen Windpark
Der Windpark Sønder Bork wird erbaut und in Betrieb genommen.

Sdr. Bork Vind K/S und Light:Guard beginnen mit der Zusammenarbeit. Es wird vereinbart, ein drei- bis sechsmonatiges Pilotprojekt durchzuführen. Dieser Pilot soll die Funktionalität und Leistungsfähigkeit des light:guard-Systems zur Bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung gemäß den dänischen Vorschriften testen. In diesem ersten Schritt soll die die BNK ausschließlich im Berichtsmodus betrieben werden, ohne dass die Hindernisbefeuerung ausgeschaltet wird.
Light:Guard führt die Voranalyse im Windpark durch, um den besten Standort für den Light:Guard Receiver (LGR) zu finden. Die sogenannte Line-of-sight-Analyse fällt positiv aus. Es wird entschieden, den LGR an der Übergabestation anzubringen.

Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben in Dänemark dürfen die Anlagen noch nicht dunkel geschaltet werden. Anstatt eine normale Light Control Unit (LCU) zu installieren, die die Befeuerung im Windpark steuert, entwickelt Light:Guard daher eine virtuelle LCU. Diese virtuelle LCU misst und bereitet die Daten auf. In den Reports kann somit nachvollzogen werden, wie oft das BNK-System verfügbar war und wie lang das Blinken theoretisch unterdrückt werden könnte.
Light:Guard installiert den Transponderempfänger – den Light:Guard-Receiver – im Windpark. Verbaut wird er mitsamt der Antenne in bzw. an der Übergabestation. Mit einer Höhe von fünf Metern über Grund ist dieser der niedrigste Receiver in einem Windpark überhaupt.

Das light:guard-System wird in Betrieb genommen und detektiert nun die Transpondersignale von Flugobjekten. Das Pilotprojekt für BNK in Dänemark ist gestartet und sammelt Daten.
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Unser Vertriebsteam wird sich in Kürze bei Ihnen melden und nach weiteren Informationen zu Ihrem Windpark fragen. Gern stellen wir Ihnen auch die einzelnen Einsatzgebiete der Shutdown Control noch einmal detailliert vor.
Sie entscheiden, welche Varianten der Abschaltung Sie benötigen – beispielsweise die Harvest Control Plus mit automatisierter Abschaltung dank Kamera-Erkennung oder die Harvest Control Light mit Steuerung per App.

Danach erhalten Sie ein unverbindliches Angebot. Bei Annahme zahlen Sie eine einmalige Summe für den Anschluss und eine jährliche Gebühr für die Shutdown Control. Diese wird verbaut, aktiviert und ihr Windpark erfüllt alle Auflagen.

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Wir prüfen, ob Ihr Park in einem unserer vermessenen Gebiete steht. Falls ja, muss bei Ihnen kein Light:Guard-Receiver installiert werden.
Danach wird ihr Windpark mit der nötigen Hardware ausgestattet. Diese kann bei Vestas- und Nordex-Anlagen auch schon ab Werk verbaut werden. Dann wird Ihr Park an unser System angeschlossen und die Anlagen dunkel geschaltet.

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